

Heilpädagogisches Zentrum
Kreuzlingen ein Nullenergiehaus
Der Entwurf des nun fertig gestellten heilpädagogischen Zentrum entstand im Juli vergangenen Jahres.
Dank
der grosszügigen und weitsichtigen Unterstützung der Primarschulbehörde
Kreuzlingen konnte das HPZ an dieser sehr zentralen Lage erstellt
werden.
Die ideale Voraussetzung, um die Sonderschule in der Gesellschaft besser einzugliedern.
Der Neubau
Der zweigeschossige, rechteckige Neubau schliesst das Wehrliareal gegen Nord-Westen zur Schützenstrasse und zum Alleeweg.
Klassenzimmer,
Therapieräume und der Lehrerbereich sind um die zentrale Halle
angeordnet und nach Osten, Süden und Westen orientiert. Das grosse
Oblicht, die Galerie im Obergeschoss mit der Halle im Erdgeschoss
bilden ein lichtdurchflutetes Zentrum
Erstes Nullenergie-Schulhaus in der Ostschweiz
Das für Kreuzlingen einzigartige und innovative Projekt ist als erstes Nullenergiehaus in Holzbauweise konzipiert.
Die
Photovoltaikanlage, welche vom Bundesamt für Energie unterstützt und
begleitet wird, hat eine Leistung von 41 kWp, was einen Stromertrag von
rund 41 000 kWh im Jahr ergibt. Diese Menge entspricht dem gesamten
Strombedarf des Schulhauses.
Der emissionsfreie Solarstrom speist
alle elektrischen Geräte des Schulhauses mit Wärmepumpe. Sie entzieht
der Erde mit Sonden Wärme, die für die Erwärmung von Wasser und
Heizungswärme des Schulhauses sorgt.
Der Photovoltaiktechnik
liegt der photovoltaische Effekt zu Grunde. Dieser entsteht u.a. durch
das verwendete Halbleitermaterial Silizium, bei welchem durch direkte
oder diffuse Lichtstrahlen Elektronen in Bewegung gesetzt werden.
Folglich tritt die Frage der oft ungleichen Zeit von Stromproduktion
und Strombedarf auf, da die Photovoltaiktechnik nur symbiotisch mit der
Sonne funktioniert.
Das Schulhaus ist darum netzgekoppelt, d.h. mit
dem öffentlichen Stromnetz verbunden. So fliesst tagsüber ein Teil des
produzierten Solarstromes ins öffentliche Netz, während in der Nacht
Energie vom Netz bezogen wird.
Kunst am Bau
In der Halle,
welche den zentralen Mittelpunkt des Schulhauses bildet, wurden die
vier Grundlemente Erde, Wasser, Feuer und Luft physisch dargestellt.
Das
Element Erde, ein grosser Klangstein aus Dolerit, stammt von Arthur
Schneiter, die sieben Meter hohe Wasserwand von Thomas Rösler. Das
Feuer wird durch eine beheizte, übergrosse Sitzbank und ein angekohltes
Eichenbrett dargestellt sowie das Element Luft, das durch schwebende
Federn symbolisiert wird.
Grünkonzept
Ein wesentlicher
Bestandteil des Neubaus bildete das Grünkonzept. Die durch den Neubau
tangierte Gehölzfläche musste gerodet werden. Mit dem umfassenden
Grünkonzept wurde eine zumindest gleichwertige ökologische Situation
angestrebt. Entlang des Marktweges wurde eine artenreiche Niederhecke
gepflanzt, entlang des Alleeweges wurde ein wechselfeuchter Graben mit
Dachwasser aus dem Neubau und Wasser aus dem eingedolten Schoderbach
angelegt und mit Wildstauden bepflanzt.
Entlang der
Schützenstrasse und des Aleewweges wurden neue Aleebäume gesetzt und
die Gehölzfläche neu aufgeforstet. Ingesamt wuden um die tausend neue
Pflanzent versetzt. Höhepunkt für alle Kinder wird jedoch der neue,
gemeinsam mit der Schulgemeinde Kreuzlingen angelegte Kinderspielplatz
mit grossem Sandkasten und tollen Spiel- und Klettergeräten aus
naturbelassenen Eichenhölzern werden.
